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Die Theatergruppe Bünzen freut sich auf ihr neues Stück – schon beim Fotoshooting wird deutlich, dass sie Spass haben: Shanaja Brun, Hans-Peter Meier, Andrea Schuler, Regisseurin Eva Mann, Daniela Ketterer, Michi Diener, Brigitte Stutz, Fabienne Keller, Regula Wohler (von links).

 

Proben starten im Frühling: Die Theatergruppe Bünzen hat schon jetzt viel Spass, sie ist endlich wieder vereint

 

Weil Corona ihre neueste Produktion um ein Jahr verschoben hat, kann die Theatergruppe Bünzen 2024 mit einem neuen Stück ihren 40. Geburtstag feiern. Allerdings plant sie erst noch eine Komödie für 2022. Am Wochenende trafen sich die Mitglieder nach langer Zeit erstmals wieder, um dieses zu besprechen.

 

Schon an der Tür zur Mehrzweckhalle ist fröhliches Stimmengewirr zu hören. In Grüppchen zusammen stehen die Darstellenden und diskutieren offensichtlich engagiert über das neue Stück. «Eine wirkliche Probe ist das heute nicht», räumt Regisseurin Eva Mann ein. «Wir treffen uns heute zum ersten Mal und reden über das Stück. Die Proben dazu sollen im nächsten Frühjahr starten.» Nach 2019 führt sie zum zweiten Mal die Regie. Sie freue sich schon sehr auf die Zeit mit der Gruppe.

 

Normalerweise führe das Theater Bünzen jedes zweite Jahr eine neue Produktion auf, aufgrund der Pandemie seien es nun drei Jahre geworden. «Das ist allerdings gar nicht schlimm», betont die Regisseurin, «so passt der Ablauf gut mit einem besonderen Ereignis zusammen. 2024 feiert die Theatergruppe Jubiläum.» Dann bestehe die Gruppe seit 40 Jahren, bestätigen die Darsteller.

 

Es braucht noch einige Schritte, bevor die Proben beginnen können

 

Nun geht es erst einmal um die aktuellen Planungen. Dazu Eva Mann:

 

«Während der Pandemie hatten wir ausreichend Zeit, viele Stücke zu lesen, um so sorgfältig ein neues auszusuchen.»

 

Nachdem 2019 mit «Das cha bi eus nöd passiere» ein sehr politisches, ernstes Schauspiel auf die Bünzer Bühne kam, werde es nun eine Komödie geben. «Es ist das Stück ‹Hase, Hase› von der französischen Autorin Coline Serreau», führt Mann aus. «Bei uns heisst es angepasst ‹Hasli, Hasli›.» Es gehe dabei um das Ehepaar Hasli, das fünf Kinder habe.

 

 Regisseurin Eva Mann freut sich, nach einem politischen Stück nun eine Komödie mit der Theatergruppe Bünzen aufführen zu können.

 

 Die Regisseurin führt aus: «Es passt ganz gut zur aktuellen Lage. Die Familie Hasli lebt in einer Zeit mit grossen gesellschaftlichen Fragen, die fast schon zu gross sind. So ist es einfacher, sich in kleinteiligen, alltäglichen Problemen zu verlieren.» Dabei mögen die Familienmitglieder diese schon eher als tragisch empfinden, während das Ganze von aussen betrachtet schon eine gewisse Komik habe. «Ein sehr wichtiger Aspekt bei <Hasli, Hasli> ist, dass die Familie immer zusammenhält, komme, was da wolle.»

 

Mitglieder sind nicht eingerostet, sondern voller Spielfreude

 

Wer welche Rolle übernehme, sei noch nicht geklärt. «Wir treffen uns heute das erste Mal, um uns mit dem Plot vertraut zu machen. Darin sind viele überraschende Wendungen, man muss sich erst einmal hineinfinden», berichtet Eva Mann. Ihre Aufgabe als Regisseurin sei es, daraus eine Einheit zu schaffen. Zu ihrer Freude seien die Mitglieder der Theatergruppe während der Pandemie nicht eingerostet, sondern voller Spielfreude und Ideen.

 

Quelle: Verena Schmidtke 26.10.2021, 05.00 Uhr